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Schiffsbetriebskosten steigen dramatisch weiter .:.
Kein Ende bei der Erhöhung der Seefrachtraten für den Containertransport in Sicht?
Die HSH Nordbank hat in einer aktuellen Studie die Betriebskosten für Containerschiffe analysiert. Was speziell
vor dem Hintergrund explodierender Energiekosten kaum verwundert, ergibt sich für 2006 ein kräftiger Anstieg
der Betriebskosten um durchschnittlich 16% gegenüber 2005. Dabei haben sich abweichend vom Durchschnitt die Kosten nach Größenklasse der Containerschiffe ganz unterschiedlich entwickelt. Bei Schiffen mit einer Kapazität
von 4.000 – 5.499 TEU liegt der Anstieg weit über dem ermittelten Durchschnittswert. Die Tagesbetriebskosten
erhöhten sich hier um ca. 31,28% auf 8.500 USD.
Diese Entwicklung ist erheblich auf die explodierenden Treibstoffkosten zurückzuführen, die alleine im Vergleich
zum Vorjahr 2005 um 28% gestiegen sind. Die Entwicklung des Ölpreises in 2007 lässt somit eine weitere dramatische Steigerung der Betriebskosten erwarten.

Auch wenn die Personalkosten mit ca. 40% den größten Kostenblock darstellen, ist hier die Teuerungsentwicklung weniger gravierend. Der konstante Anstieg des Rohölpreises und die hohe spekulative Energie in den Märkten lässt somit auch für die Zukunft keine Entspannung erwarten. 

Auch wenn über die Neuordnung der Wettbewerbsbedingungen ab Oktober 2008 Konferenzabsprachen der Reedereien auf gleichlautende Zuschläge unterbunden werden, ist nicht davon auszugehen, dass die Carrier an Zuschlägen, dann eben in individuell berechneter Form, festhalten werden. Von BAF und CAF über THC, bis hin zu Documentation Fee, Heavy Weight und Peak Season Surcharge: Die Zuschläge sind in der Containerschifffahrt ins Kraut geschossen und übersteigen in vielen Fahrgebieten die Basisfrachten. Speziell das Risiko der Bunkerkosten, das die Höhe des BAF bestimmt, wollen die Reedereien auch in Zukunft nicht tragen.

Bitte klicken Sie hier, um die aktuelle Höhe der Zuschläge zur Standardseefracht ex. Fernost für Dezember 2007 und Januar 2008 einzusehen...

Insofern bleibt es eher fragwürdig, ob die EU Wettbewerbsneuordnung in 2008 wirklichen Spielraum für Kostensenkungen schaffen kann, bzw. ob bis dahin nicht ein weiterer, dramatischer Anstieg der Energiekosten das Ratenniveau ohnehin nochmals erheblich angehoben hat. Mit Sicherheit wird aber mit Beginn 2008 das in 2007 über mehrfache Erhöhungen erreichte Ratenlevel auch als Basis für Großverträge gelten. Damit werden deutlich günstigere Grundraten, die noch auf dem niedrigen Niveau, der Anfang 2007 geschlossenen Jahresverträge beruhen, 2008 wohl der Vergangenheit angehören.

Importeure sollten diesen Anstieg der Transportkosten zukünftig in Ihrer Angebotspolitik berücksichtigen. 

Gerne steht Ihnen unser Team bei der Planung und Kalkulation Ihrer Transportanfragen mit
Rat und Tat zur Verfügung.