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WICHTIGE ASPEKTE BEIM IMPORT VON PHOTOVOLTAIK KOMPONENTEN AUS CHINA.:.
Die Fa. Cargo SEAL hat sich seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Fernostimporte spezialisiert und verfügt über eigene Branches u.a. in Hong Kong und Shanghai. Darüber hinaus gibt es Vertretungen an allen wichtigen See- und Flughäfen der Welt.
Langjährige Erfahrung speziell in der Werbemittel- und Aktionswaren-Branche, sowie Lieferungen für Elektronikfirmen direkt ans Band, haben eine besondere Firmenphilosophie entstehen lassen: „Minimales Timing bei maximaler Service- und Kommunikationsqualität".
Durch intensive Kooperationen in der Photovoltaik-Industrie haben wir besondere Erfahrungen beim Importhandling von Solarmodulen aus China sammeln können.
Dieses Know How umfasst nicht nur den reinen Transport, sondern auch wichtige Aspekte der Incoterms, der Qualitäts- kontrolle, der Einfuhr, der Nachlaufplanung und der Versicherung. Da Solarmodule ein nicht nur sehr empfindliches, sondern auch teures Importgut sind, ergeben sich hier besondere Risiken und Fragestellungen. Einige dieser Aspekte, die für Importeure von großer Bedeutung sein können, möchten wir nachfolgend skizzieren:
DIE WAHL DER INCOTERMS/QUALITÄTSKONTROLLE

Die meisten Lieferanten von Solarmodulen versuchen ihre Kunden in CIF Konditionen zu drängen. Ex works oder
FOB Vereinbarungen scheitern häufig daran, dass die anteiligen Frachtkosten nicht zu marktüblichen Konditionen
gegengerechnet werden. Die Hersteller bevorzugen diesen Weg, weil Sie oft Kickback Zahlungen der Reedereien
und Ver- sicherungen erhalten und das Logistiktempo selber kontrollieren können. Der Importeur wird somit über
den Preis abgeschreckt, die Incoterms zu wechseln und beraubt sich damit praktisch jeder Kontrollmöglichkeit.
CIF Container sind bereits vor dem Eintreffen zu 100% bezahlt, ohne dass der Käufer eine Kontrollmöglichkeit
hat.

Werden diese Verträge direkt mit renommierten Herstellern geschlossen, besteht zumeist keine große Gefahr.
Kritisch kann es aber werden, wenn Vermittler zwischengeschaltet sind, die nicht in Deutschland firmieren. Gerade
in der letzten Vergangenheit sind auf diesem Wege vermehrt gefälschte Module mit gefälschten Flashlisten in den Handel geraten. 
Wer seine Importe stärker absichern will, sollte deshalb auf FOB, besser noch auf ex works umstellen und ggf. in
China eine Kontrolle durchführen lassen. Bei Containern unklarer Herkunft, die also nicht direkt ab Werk gekauft werden, empfehlen wir dringend die Flashreports beim Hersteller verifizieren zu lassen. Wir haben einen Partner,
der gegebenenfalls solche Überprüfungen für Sie durchführen kann.  Grundsätzlich kann ein Importeur, der FOB
oder ex works einkauft, die gesamte Logistikkette besser kontrollieren und in der Geschwindigkeit optimieren.

HEIKLES THEMA TRANSPORTVERSICHERUNG 

Warenwert und Beschädigungsrisiko sind bei Solarmodulen beträchtlich. Wichtig ist, dass der Importeur nicht einfach eine Transportversicherung „hat“, sondern diese auch im Schadenfall wirklich ihren Zweck erfüllt. Viele Importge- schäfte, besonders in der Photovoltaikbranche werden auf der Basis CIF (cost, insurance, freight) abgeschlossen. 

Was sich aber genau hinter dem Incoterm CIF verbirgt, ist allein durch die Begriffe cost, insurance and freight nur unzureichend beschrieben. Entscheidend ist das tatsächliche Leistungsbild, das sich hinter diesen Bezeichnungen versteckt. Das Thema „Versicherung“ bietet hier einen enormen Spielraum, der den meisten Importeuren in seiner Bedeutung gar nicht klar ist. Hand aufs Herz, welcher Importeur hat die Bedingungen seiner CIF Versicherung wirklich im Detail gelesen und verstanden? Oder sich darüber hinaus Gedanken gemacht, wie das Prozedere in einem Schaden- fall wirklich aussehen könnte?

Darüber hinaus müssen wir immer wieder feststellen, dass viele Importeure schon hinsichtlich einiger Grund- kenntnisse ein falsches Bild von CIF Versicherungsleistungen haben. Einige der häufigsten Fehleinschätzungen
seien hier genannt:

- Ihr Lieferant deckt zwar die Versicherung für Sie ein, aber im Schadensfall müssen Sie Ihren Anspruch bei der
  Versicherung in Asien selber geltend machen.
- Die Versicherung gilt nur für den Seetransport! Der Nachlauf ab Ankunftshafen ist nicht automatisch mitversichert.
- Ein eventueller Schaden muss bereits im Ankunftshafen festgestellt werden. Problem! Als Importeur sehen Sie Ihre
  Ware zumeist ja erst bei der Zustellung. 

Chinesische CIF - Policen bergen aber weitere Unwägbarkeiten. Hier alle wichtigen Punkte im Detail:

- Es ist Sorgfalt geboten hinsichtlich der mitversicherten Risiken. So kann es sein, dass wichtige Punkte, wie z.B.
  Diebstahl nicht Bestandteil der Police sind, weil die Pflichtauflagen für CIF Versicherungen niedrig sind. Je weniger
  Leistung, umso günstiger ist die Police für den Lieferanten. 

- Chinesische Versicherer verwenden meistens englische Transport- Versicherungsklauseln, basierend auf
  chinesischem Rechtsverständnis. Rechtssicherheit ist damit nicht gegeben.

- Der Versicherungsschutz reicht regelmäßig nur bis Ankunft Hafenplatz im Bestimmungsland. Nachreisen
  sind nicht versichert.


- Für eine Schadenreklamation muss ein möglicher Schaden zum Zeitpunkt der Ankunft im Bestimmungshafen
  festgestellt und reklamiert worden sein.

- Der im chinesischen Versicherungszertifikat genannte Sachverständige ist immer für eine Schadenbesichtigung
  zu beauftragen.

- Die Kosten des Sachverständigen trägt der Auftraggeber, nicht der Versicherer.

- Nur wenn ein versicherter Schaden vorliegt, kann es sein, dass der chinesische Versicherer die Sachverständigen-
  kosten teilweise übernimmt.

- Der Schaden wird vom Sachverständigen beim Versicherer eingereicht.

- Die Schadenregulierung dauert üblicherweise 2 - 3 Jahre.

- Eine rechtliche Durchsetzung in China ist mit erheblichen Kosten verbunden, die vom Kläger zu zahlen sind.
  Selbst wenn man gegen einen Staatsversicherer obsiegen sollte, was in China nahezu unmöglich ist, zahlt
  man die eigenen Kosten selbst. Das lohnt sich, wenn überhaupt, erst ab einer sehr, sehr hohen Streitsumme.

- Kommt der Versicherer zu dem Ergebnis, das ein versicherter Schaden vorliegt, wird regelmäßig nur ein Teil-
  betrag ersetzt, weil die Versicherer wissen, dass eine rechtliche Durchsetzung wirtschaftlich nicht vertretbar ist. 

Bei CIF Käufen empfehlen wir deshalb dringend eine Import-Schutzversicherung abzuschließen. Im Schaden-
fall deckt der europäische Versicherer dann das Risiko ab und regelt selber einen Ausgleich mit dem asiatischen Versicherer.

KEINE EUST ZAHLUNG DURCH FISKALVERZOLLUNG IN DER EU

Die Einfuhr von Solarmodulen löst bedingt durch den hohen Warenwert beträchtliche Einfuhrumsatzsteuerzahlungen aus. Diese belasten zusätzlich die Liquidität des Importeurs. Das EU Recht ermöglicht jedoch ein legitimes Verfahren, die sogenannte Fiskalverzollung, mit der die Entrichtung der Einfuhrumsatzsteuer vermieden werden kann. Mit einem Containerrouting z.B. über Rotterdam oder Antwerpen und der Bestellung eines Fiskalvertreters kann dieser Vorteil genutzt werden. Zu diesem Thema halten wir umfangreiche Informationen bereit.

KOSTENFALLE CONTAINER NACHLAUFPLANUNG 

Günstige Seefrachtraten kleiner Reedereien bergen Preis- und Timingrisiken bei der Nachlaufplanung. Stichwort
„Carrier Haulage“. Die Nachlaufkosten können erhebliches Überraschungspotential in sich bergen. Gerade bei CIF Käufen werden häufig Schiffe von „B“ oder „C“ Reedereien gebucht, die keine eigenen Nachläufe anbieten und wenige oder keine Depots zur Containerrückgabe in Deutschland bieten. Das kann zur Folge haben, dass der Leercontainer
im Hafen zurückgegeben werden muss und damit erhebliche Kosten für einen Rundlauf entstehen. Eine strategische Gesamtplanung berücksichtigt deshalb auch die kostenorientierte und reibungslose Containerzustellung. Die Ship- ments sollten bei CIF Lieferungen genauer mit dem Hersteller abgestimmt werden. Generell ist eher ein Wechsel zu
FOB empfehlenswert, um den Transportweg besser kontrollieren und optimieren zu können.

AUCH STÜCKGUTTRANSPORTE SIND MÖGLICH

Wir haben eigene, wöchentliche Sammelcontainer aus Hong Kong und Shanghai. Wenn es also mal kein ganzer Container sein soll, oder der Auftragswert das Volumen eines Containers überschreitet, können wir die Ware auch sicher und schnell in unseren Sammelcontainern verladen. 

Zu all diesen Themen finden Sie umfangreiche Informationen auf unserer Homepage. Gerne beraten wir Sie auch
ganz persönlich. Neben allen klassischen Transportarten: Luftfracht, Seefracht ( Vollcontainer und Sammelcontainer), bietet Ihnen die Cargo SEAL Gruppe alle Serviceleistungen, die Sie als Importeur erwarten können:

- Verzollung
- Fiskalverzollung
- Lagerung
- Konfektionierung
- Transportversicherungen
- Einrichtung eines eigenen Aufschubkontos
- Trucking

Eben den perfekten und unkomplizierten Haus-Haus Service! Dabei haben Sie für alle Belange immer
„einen" Ansprechpartner, der Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.