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Transportversicherung  .:.

21. März 2006
Riesiger Containerfrachter "Hyundai Fortune" steht in Flammen
und treibt ohne Besatzung im Golf von Aden vor der Küste des Jemen!


Eigentlich sollte die Hyundai Fortune, beladen mit 5.551 Containern in 10 Tagen den Hamburger Hafen erreichen. Wie seit 1996
regelmäßig alle 60 Tage. Am 21.03.2006, 120 Meilen östlich von Aden meldet der Kapitän eine Explosion im Heckbereich des
Schiffes. Die Bilder sind dramatisch: Ein mehrere hundert Meter hoher Rauchpilz steigt über dem Heck in den Himmel auf, die
Flammen schlagen bereits über die Brücke hinweg. Und an der Backbordseite klafft ein riesiges Loch. Die Mannschaft wird
evakuiert. Danach treibt die brennende Hyundai Fortune unbemannt im Golf von Aden. Das Schiff wird als aufgegeben betrachtet.
Der Schaden geht in den Bereich mehrerer hundert Millionen Euro. Mehr als 500 Container gelten als verloren!
Die wirklichen Umstände der Explosion bleiben ungeklärt.

Kein Szenario aus einem Katastrophenfilm sondern bittere Realität für Spediteure, Importeure und Kunden, die auf Ihre Lieferungen
warten. Haben Sie sich jemals Gedanken gemacht, welche Auswirkungen eine solche Katastrophe auf Ihr Geschäft
haben könnte?


In enger Abstimmung mit unserem Versicherungspartner möchten wir Ihnen nachfolgend die erheblichen Folgen eines solchen,
jederzeit denkbaren Unglücksfalles aufzeigen, da die Auswirkungen für Sie von existenzbedrohender Bedeutung sein können.

Naheliegend wäre zu denken: Irgendwer kommt für meinen Schaden wohl auf! Falsch, denn auf Sie als Ladungseigentümer kommen 
plötzlich ganz andere Dinge zu:

1. Die Reederei erklärt Havarie-Gross gemäß internationalem Seerecht.

2. Folge: Die Reederei und die Ladungseigentümer haften gesamt -  schuldnerisch für den entstandenen Warenschaden
und die Bergungs- und Rettungskosten.

3. Sofern Sie eine separate Transportversicherung haben:
Die Ladungseigentümer der unbeschädigten Ware erhalten diese gegen Unterzeichnung von Sicherungserklärungen durch ihre
Transportversicherer und gegebenenfalls gegen Zahlung von Havarie-Gross-Einschüssen (Abschlagzahlungen) durch die Versicherer
schnell und reibungslos ausgehändigt. Havarie-Gross-Einschüsse können durchaus 5 - 6-Stellige Summen und mehr betragen.
Beispiel: für 5 gerettete unbeschädigte Container bei einer anderen Schiffsbrandkatastrophe mussten Transportversicherer US$
60.000,- Bergungskosten zahlen. 

4. Haben Sie keine separate Transportversicherung abgeschlossen, müssen Sie diese Bergungskosten selber zahlen!
Ladungseigentümer ohne Transportversicherung müssen die zu erwartenden anteiligen Bergungskosten etc. in Form von Geldüber-
weisungen oder Bargeld zur Verfügung stellen, bevor sie die Waren erhalten. Werden keine Zahlungen geleistet, werden die Güter
meistbietend versteigert.

 
5. Ladungseigentümer von beschädigter Ware mit Transportversicherung erhalten den Warenschaden ersetzt. Weiter
werden auch vergeblich aufgewendete Frachtkosten ersetzt. Mitversichert werden können weitere Kosten wie z. B. Luft-
frachtkosten, um die Ware per Luftfracht oder Ship and Truck schneller wieder zur Verfügung zu haben. Auch eine Ab-
sicherung imaginärer Gewinne ist möglich, wenn Ihr Abnehmer eine Ersatzlieferung nicht mehr akzeptieren sollte.


6. Ladungseigentümer von beschädigter Ware ohne Transportversicherung erhalten maximal 2 - 2,5 SZR - Sonderziehungsrechte pro
Kilogramm Rohgewicht der beschädigten Ware. Damit liegt der Schadenersatz meist deutlich unter dem eigentlichen Waren-
wert. Speziell hochpreisige Waren schneiden hier extrem schlecht ab! 

Diesen Anspruch müssen die Ladungseigentümer bei der Reederei oder dem P & I Club im vorliegenden Fall z. B. in Fernost oder einem
anderen Ort gemäß Konossementsbedingungen geltend machen. Hierzu benötigen Sie in der Regel auch noch einen erfahrenen Rechts-
beistand vor Ort, der weitere, hohe Kosten auslöst, für die Sie eintreten müssen. Bis eine Zahlung bestätigt wird und auch tatsächlich
erfolgt, vergehen meist 2-3 Jahre oder mehr. In dieser Zeit könnte Ihr Unternehmen bereits ruiniert sein!

7. Die bei CIF Geschäften von Ihren Lieferanten abgeschlossenen Versicherungen sind hinsichtlich des Versicherungsumfanges oft unzu-
reichend und unklar. Hier entscheidet oft eher der Preis, weil Transport- und Versicherungsleistungen in den Produktpreis eingerechnet
werden. Je niedriger ihr Anteil ausfällt, umso höher ist der Profit Ihres Lieferanten. Im Regelfall handelt es sich auch um asiatische Versicherer.
Das bedeutet, Sie müssen Ihren Schaden unter Umständen in Fernost geltend machen. Was viele Importeure nicht wissen, ist die Tatsache,
dass auch bei CIF Geschäften der Gefahrenübergang bereits im Verladehafen stattfindet! Das bedeutet, Sie müssen Ihren Schaden selber
geltend machen, nicht Ihr Lieferant!

Das kann teuer und vor allen Dingen sehr langwierig werden.
Nehmen Sie das Schicksal der Hyundai Fortune zum Anlass, sich einmal kompetent und umfassend über das Thema Transportversicherung
beraten zu lassen, denn aus Erfahrung wissen wir, dass sehr viele Importeure über diese Risiken nur sehr unzureichend informiert sind. 

Unser langjähriger, erfahrener Partner, der WP Versicherungsmakler, Wilfried Peters in Zusammenarbeit mit der Sieveking
Gruppe
steht Ihnen hierzu auch gerne mit Rat und Tat zur Seite. Sprechen sie uns einfach an!